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Bacardi - Europäische Hauskatze

 

 

 

Bacardi (europ. Misch-Masch-Hauskatze, Kastrat, knapp 7 kg)

 

Ja, anfangs war er etwas mit Vorsicht zu genießen. Heute wissen wir, dass er einfach deshalb so launenhaft gewesen ist, weil er unausgeglichen war. Seit er von vielen Katzen umgeben ist, ist er verschmust und vor allem verspielt. Er hat besonders Sansibar und Sweety in sein Herz geschlossen. Die drei toben, spielen verstecken und fangen, raufen auch mal spielerisch und sie schmusen miteinander.

Bacardi ist trotz seiner Größe ein eher ängstlicher Kater. Er ist zwar der erste, der uns an der Eingangstür empfängt und dort den Kopf rausstreckt, aber wehe er hört etwas Unbekanntes, dann duckt er sich auf den Boden und zischt ab wie eine Rakete.

 

Da erinnere ich mich oft an den Tag, als ich ihn als Kitten ausgesucht hatte. Er war der größte Tollpatsch von allen. Seine Geschwisterchen sind schon vom Bett runtergesprungen und er ist noch immer hinuntergefallen. Aber er ist der Einzige aus dem Wurf, der heute noch am Leben ist.

 

Sobald wir es uns gemütlich machen ist eine seiner Lieblingsbeschäftigungen, zu uns auf den Schoß springen und sich kraulen lassen. Wenn ich ein Buch lese zieht ihn der Platz zwischen dem Buch und meinem Kopf magisch an. Da muss er sich dazwischen drängen - und das heißt ob seiner Größe: ich muss das Buch weglegen.

Seine Streichelzonen sind Ohren, Kopf und Nase. Nur ja nicht am Bauch. Dort ist er unwahrscheinlich kitzlig.

 

Februar 2015

Mittlerweile wirkt unser Bacardi wie der Älteste der Gruppe. Ruhig ist er geworden. Sehr ruhig. Er liegt gerne auf der obersten Plattform des Kratzbaumes oder in einer schattigen Ecke im Garten und beobachtet das Treiben um ihn herum. Dass er mitspielt ist selten zu beobachten. Er genießt es trotzdem wenn ihn die beiden Bengalen waschen oder sich zum Schlafen an ihn kuscheln. Was er sich von den beiden abgeschaut hat ist, dass er nun zum Streicheln auch über meine Schulter liegen will oder sich auf meine Schulter setzt, um alles von oben betrachten zu können. Auch im Bett ist sein Platz neben meinem Kopf. Er und Cleo wechseln sich hier ab. Manchmal aber kuscheln sie auch gemeinsam dort.

 

Bacardi leidet ja seit jeher am Rolling-Skin-Syndrom. Nicht so, dass es ihn einschränkt oder er medikamentös eingestellt werden muss. Aber es ist doch deutlich zu beobachten, wenn er wieder einen Anfall hat. Es beginnt damit, dass er sich urplötzlich ganz heftig und sehr sehr schnell an der Flanke wäscht. Seine Pupillen werden riesengroß. Dann beginnt seine Haut am Rücken zu rollen. Und dann rast er wie wild durch die Gegend, macht Bocksprünge, so als ob er vor sich selbst davonlaufen will. Nach ca. einer Minute ist das Ganze wieder vorbei. Unser Tierarzt meint, wenn er dabei keine Schmerzen hat und es so selten (einmal täglich) auftritt braucht es nicht behandelt zu werden weil Medikamente ja doch immer Nebenwirkungen haben. Das möchten wir ihm ersparen. Und zum Glück ist es ja nicht ansteckend.

Seit 2019 hat Bacardi Diabetes. Er wird nun jeden Tag morgens und abends gespritzt und es geht ihm wieder gut.

Alt wird er halt. Aber mei, so ist das Leben.

Wir machen es ihm so schön als möglich